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VIVA Media Marketperformer


25.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von VIVA Media (WKN 617106) mit Marketperformer ein.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe VIVA den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14,9% auf 27,3 Mio. Euro steigern können. Hauptumsatzträger sei der Geschäftsbereich TV-Produktion (Brainpool) gewesen, der auf Grund erfolgreicher neuer Formate eine Umsatzsteigerung von 60% habe verzeichnen können. Auch der Bereich Musik TV International habe sich mit einem Umsatzplus von 62,5% sehr erfolgreich entwickelt.

Schwach sei lediglich die Musik TV-Sparte Deutschland gewesen, die auf Grund des schwachen Werbemarktes einen Umsatzrückgang von 9% verzeichnet habe. Dieser habe durch die übrigen Sparten jedoch mehr als kompensiert werden können. Damit sehe sich VIVA in seiner Strategie, eine Diversifizierung der Umsätze durch die Übernahme von Brainpool zu erreichen, bestätigt. Das EBITDA der VIVA-Gruppe habe um 8,4% auf 3,1 Mio. Euro zugelegt. Trotz des traditionell eher schwachen dritten Quartals habe entgegen den Markterwartungen ein positives EBIT von 0,2 Mio. Euro (+ 13,8%) erzielt werden können. Auf Grund eines schwachen Finanzergebnisses habe sich das Vorsteuerergebnis auf 1,1 Mio. Euro (+ 15,9%) belaufen, der Konzernfehlbetrag habe 1,7 Mio. Euro betragen.

Bei kumulierter Betrachtung des Neun-Monats-Zeitraums habe sich ein Umsatz von 82 Mio. Euro (+ 1,1%) ergeben. Das um VIVA Zwei, VIVA Digital und das Printgeschäft bereinigte Umsatzplus habe 11% betragen. Beim EBITDA von 28,2 Mio. Euro (+42,9%) sei zu beachten, dass der Erlös aus dem Verkauf der VIVA Plus-Anteile an AOL Time Warner (29,7 Mio. Euro) enthalten sei. Das EBIT habe bei 19,3 Mio. Euro (+ 49,4%) und das Vorsteuerergebnis bei 15,7 Mio. Euro (+ 48,2%) gelegen. Die liquiden Mittel hätten sich per 30.09.2002 auf 46,0 Mio. Euro belaufen.


Für das vierte Quartal würde VIVA noch Aufwendungen über 4 Mio. Euro aus dem Umzug in die neue Firmenzentrale in Köln-Mülheim erwarten. Die Gesamtjahresprognose eines EBIT von 15 Mio. Euro werde beibehalten. Die EBITDA- und Umsatzprognose von 26 Mio. Euro bzw. 109 Mio. Euro sei ebenfalls bestätigt worden. Das Projekt VIVA Radio sei eingestellt und die beiden NRW-Mitelwellenfrequenzen an die Landesanstalt für Medien zurückgegeben worden. Vorstandschef Gorny habe das Vorhaben als "zu riskant" bezeichnet; außerdem habe der Partner Radio NRW "unakzeptable Forderungen" gestellt.

Nur acht Monate nach dem Start des VIVA/AOL-Joint Ventures VIVA Plus sei das Konzept geändert worden. Dabei habe sich VIVA an dem erfolgreichen Konzept des niederländischen Tochtersenders "The Box" orientiert, die den Großteil der Erlöse durch Einwahlgebühren der Zuschauer generiere, die per Telefon und Internet Videoclips bestellen könnten. Lediglich ein Drittel würde The Box über Werbung erlösen.

Grund für die Neukonzipierung sei die mangelnde Wirtschaftlichkeit von VIVA Plus. Ziel sei es nun, VIVA Plus zu konsolidieren; daher sollten zunächst keine hohen Investitionen in das Programm vorgenommen werden. Redaktion und Vermarktung würden vom Mutterkanal VIVA Fernsehen übernommen. Spätestens 2004 solle der Sender schwarze Zahlen schreiben.

Zum 23. September 2002 sei VIVA in den Nemax50 aufgenommen worden. Im Zuge der anstehenden Änderung der Aktienmarktsegmentierung strebe VIVA die Notierung im Prime Standard und die Integration im SDAX an. Die fehlenden Impulse aus dem Werbemarkt würden weiterhin das deutsche Musik TV-Geschäft der VIVA Media AG belasten. Die weitere Entwicklung des Werbemarktes bleibe unsicher. Dennoch habe VIVA die Gesamtjahresprognosen bestätigt.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln gehen davon aus, dass das Unternehmen diese erreichen wird und bestätigen ihre Marketperformer-Einschätzung für die Aktie von VIVA Media.




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